Unser Ansatz: Haptische Handschuhe
Haptische Handschuhe sind spezielle Geräte, die zwei Dinge gleichzeitig können:
Sie erfassen sehr präzise Fingerbewegungen und können zusätzlich Berührungen oder Kräfte simulieren. Dadurch können virtuelle Objekte fühlbar gemacht werden.
Unsere Hoffnung war, dass solche Handschuhe sowohl die Genauigkeit der Bewegungserfassung verbessern als auch das Training realistischer machen könnten.
Im Projekt haben wir mehrere kommerziell verfügbare Systeme getestet und in unsere VR-Anwendung integriert:
- TouchDIVER Pro Gloves (Weart)
- TactGlove DK2 in Kombination mit der TactSuit Pro (bHaptics)
- SenseGlove Nova 2 (SenseGlove)
Alle Systeme wurden technisch eingerichtet, in die bestehende VR-Anwendung eingebunden und unter realistischen Nutzungsszenarien ausprobiert.
Was gut funktioniert hat – und was nicht
Grundsätzlich konnten alle getesteten Systeme einzelne Fingerbewegungen erfassen und haptisches Feedback erzeugen. In der Praxis zeigte sich jedoch schnell, dass die Handschuhe ein entscheidendes Problem nicht lösen konnten.
Die Position der Hände im Raum wird nämlich weiterhin über das Tracking des VR-Headsets oder zusätzliche Tracker bestimmt. Das bedeutet: Wenn das Headset die Hände nicht mehr sehen kann, weiß auch das Handschuhsystem nicht mehr genau, wo sich die Hände befinden.
Gerade bei Interaktionen am eigenen Oberkörper führte dies weiterhin zu Trackingverlusten. Sobald Nutzerinnen ihren Blick von der Brust abwenden, werden die Hände vom Headset oft nicht mehr zuverlässig erkannt.
Zusätzlich traten bei einigen der getesteten Geräte weitere praktische Einschränkungen auf, etwa:
- prototypische Hardware mit mechanischen Problemen
- teilweise inkonsistente haptische Rückmeldungen
- fehlende Unterstützung für Standalone-VR-Headsets



















